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Jahreshauptversammlung 2020

Am vergangenen Freitag hatte der Reit- und Fahrverein Avenwedde seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte Müther eingeladen. Mehr als 70 Mitglieder konnte die 1. Vorsitzende Elke Brachvogel begrüßen. Insgesamt zählt der Verein 411 Mitglieder von denen gut ein Drittel aktiv Pferdesport betreiben.

Zunächst gab es einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Der größte sportliche Erfolg lag natürlich bei den Springreitern, die erstmals die Gesamtwertung des Mense Cups gewannen. Der Mense Cup ist eine erfolgreiche Serie von Mannschaftsprüfungen im Kreis Gütersloh, gesponsert vom gleichnamigen Autohaus. Der diesjährige Kreismeister der Springreiter,  Roman Schlieckmann, kommt ebenfalls aus den  Avenwedder Reihen. Auch Maximilian Schreiber konnte sich letztes Jahr wieder erfolgreich in der schweren Klasse behaupten. Neben vielen Platzierungen auf nationalen und internationalen  Turnieren war sicherlich der Sieg im Paderborner Mächtigkeitsspringen im September der bisher größte Erfolg des 26jährigen Springreiters.

Als erfolgreiche Züchterin wurde Jessica Schlieckmann geehrt. Ihr selbst gezogener brauner Holsteiner Hengst Crash Comfort  (von Cascadello aus einer Clinton I Mutter) wurde Anfang vergangenen Jahres gekört und zeigte seine Qualität in einer herausragenden Hengstleistungsprüfung. Crash Comfort hat damit eine Zulassung als Deckhengst für Westfalen, Hannover und für den Bereich Süddeutsches Sportpferd.

Eine durchweg positive Resonanz fanden die Veranstaltungen des letzten Jahres, insbesondere das seit 2017 stattfindende Freilandturnier entwickelt sich weiterhin positiv. Neben einer Qualifikationsprüfung für die OWl Trophy , werden dieses Jahr vom 20. bis 23. Juni auf dem grünen Turnier in Avenwedde auch die Kreismeister der Springreiter ermittelt. Erstmalig nach dem von Parcourschef Volker Wulf entwickeltem neuen Konzept soll jetzt jeweils ein Kreismeister in den Klassen A, L und M gesucht und nicht mehr wie bisher nach Altersklassen unterschieden werden.

In zwei Wochen bereits, vom 6.- 8. März, beginnt die Avenwedder Veranstaltungssaison mit dem  Hallenturnier, Dressuren der Klasse E bis Kandaren L und Springen von E bis M*, darunter auch  Wertungsprüfungen des Next Generation Cups, werden geboten. Dieser Cup ist  eine noch junge Prüfungsserie  für jugendliche Einzelreiter im Bereich Dressur und Springen der Klasse  E. Sponsor ist die Volksbank Bielefeld – Gütersloh.

Am 3. Advent findet wieder traditionell das Weihnachtsreiten statt.

Der Kassenbericht wurde von der Geschäftsführerin Nadine Cyllok detailliert vorgetragen.  Der Verein musste im letzten Jahr eine neue Wasseraufbereitungsanlage für den hauseigenen Brunnen  anschaffen, konnte aber dennoch einen soliden Überschuss von 10.615,- EUR erwirtschaften. Die Kassenprüfer Dirk Plassmann und  Heinz-Werner Koch baten die anwesenden Mitglieder um Entlastung des Vorstands.

Zur Wahl standen am Freitag die Posten der 1. Vorsitzenden  Elke Brachtvogel und der stellvertretenden Geschäftsführerin Tiana Steinbrink. Beide wurden von der Versammlung einstimmig wieder gewählt.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden in diesem Jahr geehrt:

  • 25 Jahre: Kristina Niewöhner, Stefan Schnieder, Ulrich Menneken und Karina Wiemann
  • 30 Jahre: Verena Meiertoberens und Gabriele Kulbatzki
  • 40 Jahre: Annette Grett und Olaf Kleinekathöfer
  • 50 Jahre: Willy Sieker

Zum Schluss musste Elke Brachtvogel unter dem Punkt Verschiedenes der Versammlung noch eine ernste Angelegenheit unterbreiten.

Dem Verein wurde vergangene Woche der Pachtvertrag für einen Teil des Vereinsgeländes gekündigt. Die Kündigung bezieht sich auf das Grundstück, auf dem die große Reithalle, einschließlich der Bewirtungs- und Sozialräume, erbaut ist. Vor mehr als 40 Jahren hat der Verein mit viel Engagement und Eigenleistung das Gebäude errichtet und ständig investiert. Erst 2014 wurde das komplette Dach erneuert.  Laut Vorstand gäbe es für den Verein die Option das Grundstück vom Verpächter zu erwerben – ein entsprechendes Angebot läge bereits vor. Als Alternative käme nur ein Rückbau in Betracht, der natürlich nicht im Interesse des Vereins läge. Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich bis Ende 2021 eine Lösung gefunden zu haben. Die „alte Reithalle“, der neu angelegte Allwetterplatz und die Stallungen sind von der Kündigung des Pachtvertrages nicht betroffen.