Turniere

Kreismeisterschaft in Verl

Artikel und Bild wurden freundlicherweise von Marcus Schumacher (NW) zur Verfügung gestellt.

Verler Reitturnier mit Kreismeisterschaften und StadtmeisterschaftenVerl (msc).

Die Kreismeisterschaft der Springreiter hat erstmals in seiner langen Laufbahn der Avenwedder Roman Schlieckmann gewonnen. Der 43-Jährige setzte sich nach den Qualifikationen und dem Sieg im Finale mehr als verdient durch. Auf dem von ihm selbst gezogenen neunjährigen Casiro-Sohn Cedric gewann der Reitstallbetreiber mit nur zwei Fehlerpunkten und hielt den Druck des Führenden bis zum Schluss stand. „Souveräner konnte er nicht Meister werden“, gratulierte Reinhard Milchers vom Kreisreiterverband zur Leistung des besten Springreiters der Titelkämpfe im Rahmen des großen Verler Turniers.

Mit Ruhe und Gelassenheit ritt Schlieckmann im Stechen der Springprüfung der Klasse M durch den Parcours und sicherte sich mit einer Nullrunde in 37,90 Sekunden Platz eins und die Meisterschaft. Nach Platz zwei im vergangenen Jahr und Rang drei vor zwei Jahren setzte sich Schlieckmann damit die Krone der Kreisreiter auf. Nur zwei Fehlerpunkte standen zu Buche. „Der Sieg wäre ohne mein Pferd nicht möglich gewesen. Der Cerdric ist einfach spitze und will immer seine Leistung abrufen“, resümierte Schlieckmann. Bei der Hamburger Derbywoche war Schlieckmann noch in der Amateurtrophy gestartet und hatte dort mit einem Sieg auf dem Wallach geglänzt. Der zweite Platz blieb für Marcel Balsmeier aus Schloß Holte (21 Punkte) und dem Westfalen Cassias vor Isabell Sielhorst (Spexard) auf dem erfahrenen neunzehnjährigen Polydor-Sohn Pocalino und 47 Punkten.


Den „Großen Preis“ von Verl sicherte sich zum Turnierabschluss Matthias Berenbrinker aus Schloß Holte. Der für Paderborn startende Träger des Goldenes Reitabzeichens siegte in der schweren Prüfung mit Siegerrunde auf dem zwölfjährigen in Mecklenburg gezogenen Schimmelwallach Clint ohne Abwurf in 37,26 Sekunden. Auf Platz zwei verdrängte „Temme“ die Münsteranerin Ingrid Klimke. Die Olympiasiegerin hatte die elfjährige Stute Wolterra aus der Holsteiner-Zucht gesattelt und war fehlerfrei nach 38,21 Sekunden über den Zielstrich galoppiert. Dritte wurde Klimke auf dem Trakehner Parmenides (0/38,35) vor der Norwegerin Margrethe Vist Hartmann auf dem siebenjährigen in Holland gezogenen Wallach Figther (4,25 / 45,71). Die Dressurprüfung der Klasse M ging an Runa Ellen Lechtenberg aus Schloß Holte auf dem Florestan I-Sohn Fynn Boy (7,6). Dritte in dieser Prüfung wurden die Verlerin Isabell Sielhorst, die für den Reiterverein Sundern-Spexard startet und die Fuchsstute Benicia (7,0) vorgestellt hatte.

Die beliebten Stadtmeisterschaften von Verl wurden in der Klasse A entschieden. Bei den Dressurreitern siegte Anja Lammert (30) zum zweiten Mal nach 2014. Als bester Springreiter bestätigte Stefan Rehpöhler aus Sürenheide seine Klasse. Der 34-Jährige gewann zum zweiten Mal die Titelkämpfe. „Meine Pferde sind zur Zeit einfach gut in Schuss“, bilanzierte Rehpöhler. Auf der Stute Grazia aus der Holsteiner Zucht hatte Rehpöhler im Stechen als erster von neun Startern gleich die beste Zeit mit einem Ritt ohne Fehler (33,85 Sekunden) hingelegt. Auf Platz zwei landete Anna-Maria Heitmeyer auf Finesse (0/36,33). Dritter wurde Danja Wesch auf Cayne (0/36,63). Als Ehrenpreis gibt es traditionell ein Fahrrad gestiftet von den Zweiradhändlern Heier und Krax. Die beste Dressurleistung (7,6) hatte Anja Lammert auf der Stute Lana del Ray gezeigt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Anja Deppe und Teresa Franziski.

Foto 1: Die Kreismeisterschaft der Springreiter gewann Roman Schlieckmann vom Reit – und Fahrverein Avenwedde auf Cedric.

Bilder: Schumacher